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Moskau kritisiert UN-Tribunal wegen Freispruch für Ex-Kosovo-Premier Haradinaj 11:48 | 05/ 06/ 2008
NEW YORK (UNO), 05. Juni (RIA Novosti). Der Freispruch des früheren Kosovo-Premiers Ramush Haradinaj hat dem Ruf des Internationalen Gerichtshofes für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) geschadet.
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Moskau kritisiert UN-Tribunal wegen Freispruch für Ex-Kosovo-Premier Haradinaj 11:48 | 05/ 06/ 2008 Druckversion
NEW YORK (UNO), 05. Juni (RIA Novosti). Der Freispruch des früheren Kosovo-Premiers Ramush Haradinaj hat dem Ruf des Internationalen Gerichtshofes für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) geschadet.
Das sagte der russische UN-Botschafter Vitali Tschurkin in einer Sitzung des Sicherheitsrates am Mittwoch.
Der frühere albanische Separatistenführer war wegen Kriegsverbrechen, Massenmorden Vergewaltigungen, Folterungen und Vertreibungen angeklagt worden.
Im April wurde er freigesprochen, obwohl der vorsitzende ICTY-Richter einräumte, dass Haradinaj Druck auf die Anklagezeugen ausgeübt hatte.
Serbiens Präsident Boris Tadic teilte unter Hinweis auf die ehemalige ICTY-Chefanklägerin Carla del Ponte mit, dass viele Zeugen im Fall Haradinaj getötet worden seien.
"Erstmals in der Geschichte der internationalen Rechtsprechung waren die Zeugen in diesem Fall einer derart unverhohlenen Erpressung und Einschüchterung ausgesetzt und des Öfteren einfach physisch ausgeschaltet worden. Erstaunlich ist, dass solche Handlungen in einer Atmosphäre der völligen Straflosigkeit ungeachtet der internationalen Präsenz im Kosovo verübt worden waren", sagte der russische UN-Botschafter.
Tschurkin erinnerte daran, dass Russland mehrmals den UN-Sicherheitsrat auf die unzulässige Situation aufmerksam gemacht und eine entschlossene Ermittlung des Todesfälle und für einen effektiveren Zeugenschutz im Kosovo verlangt hatte.
Haradinaj war vorgeworfen worden, die Verbrechen in den Jahren 1998 bis 1999 als einen der Anführer der Kosovo-Befreiungsarmee begangen zu haben.
Nach Angaben der serbischen Behörden sind die albanischen Separatisten unter seiner Leitung für mehr als 300 Tote im Kosovo und 400 Entführte verantwortlich, hauptsächlich Serben und Zigeuner.
Nach dem NATO-Angriff auf Jugoslawien arbeitete Haradinaj mit der Allianz zusammen und leitete den Kosovo-Schutz-Korps. Der Internationale Strafgerichtshof erhob die Anklagen gegen ihn erst 2004, als er Premierminister des Kosovo war.
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