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Minderheiten im Abseits UNO warnt vor Armut in neuen Mitgliedstaaten Roma in S?dosteuropa besonders betroffen Von Martin Schwarz, Wien Ein Teil der Bev?lkerung in den mittel- und osteurop?ischen EU-Beitrittsstaaten ist massiv von Armut bedroht. Manche Roma m?ssen umgerechnet mit weniger als einem US-Dollar pro Tag auskommen.
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Minderheiten im Abseits
Von Martin Schwarz, Wien Ein Teil der Bev?lkerung in den mittel- und osteurop?ischen EU-Beitrittsstaaten ist massiv von Armut bedroht. Manche Roma m?ssen umgerechnet mit weniger als einem US-Dollar pro Tag auskommen. Einige Minderheiten in den mitteleurop?ischen EU-Beitrittsstaaten sind von wachsender Armut bedroht?, warnen die Vereinten Nationen (UN) in einem nun fertig gestellten Bericht ?ber die wirtschaftliche Situation in jenen Staaten, die am 1.Mai der EU beitreten werden. In dem Bericht, der k?rzlich im Wiener UN-Hauptquartier vorgestellt wurde, hei?t es, dass insbesondere Roma in der Tschechischen Republik, der Slowakei und Ungarn in ?absoluter Armut? leben. Das Etikett ?absolute Armut? trifft laut einer von den UN erstellten ?konomischen Schablone f?r Menschen zu, die pro Tag mit weniger als einem US-Dollar auskommen m?ssen. So die Mehrheit der Roma ? gerade im Osten der Slowakei. Dort leben die Angeh?rigen der Roma-Minderheit in Gettos und in Arbeits- und Perspektivlosigkeit. Im Jahr 2001 waren laut dem nun vorgestellten UN-Bericht etwa 77 Prozent der slowakischen Roma arbeitslos. Diese Zahlen aber sind wenig repr?sentativ, weil sich nach einer Volksz?hlung nur 89920 Slowaken als Roma definierten, Sch?tzungen gehen aber von etwa 500000 Roma in der Slowakei aus. Der Cocktail aus Arbeitslosigkeit, fehlender Bildung und sozialer Isolation sorgt daf?r, dass eine soziale Integration bisher nicht stattgefunden hat. ?Die Slowakei muss sich dringend um die Integration der Roma k?mmern?, so Ben Slay, Verfasser des umfangreichen Berichts. Doch der EU-Beitritt der Slowakei, Ungarns und Tschechiens wird nicht unbedingt zu einer Verbesserung der Lebensumst?nde dieser Minderheit f?hren: ?Wenn ein Land erst einmal Mitglied im Club ist, dann hat Br?ssel wesentlich weniger Interventionsm?glichkeiten als bei L?ndern, die erst in die EU m?chten?, sagte Aaron Rhodes, Chef der Helsinki Federation f?r Menschenrechte. So sei etwa die Lage der griechischen Roma ?grauenhaft?, obwohl das Land den EU-Beitritt schon l?ngst vollzogen hat. Eine Umfrage unter 5000 Roma in der Tschechischen Republik, der Slowakei, Ungarn, Bulgarien und Rum?nien gibt folgendes Bild: Am besten sind die Roma in der Tschechischen Republik dran, die ?rmsten Roma leben in Bulgarien und Rum?nien, dagegen ist die Arbeitslosigkeit unter den slowakischen Roma am h?chsten. Alle Befragten einigte der Wunsch, in die Gesellschaft integriert zu werden, was ?unter den Sozialistischen Regimes leichter schien?, so UN-Experte Slay. Zudem warnt der UN-Report vor einer Aids-Epidemie in der Slowakei und Ungarn, besonders in den an die Ukraine grenzenden Gebieten. Weil etwa ein Prozent der ukrainischen Bev?lkerung bereits mit dem Virus lebt, w?ren auch die angrenzenden Gebiete bedroht. Dies k?nnte zu einer weiteren wirtschaftlichen Verelendung der ohnehin schon strukturschwachen Regionen im Osten der neuen EU f?hren.
(ND 14.04.04)
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